| Reichenberg - Stadtgeschichte („Geschichtlicher Ablauf") |
|
|
|
| Geschrieben von: Klaus Hoffmann |
| Freitag, den 20. November 2009 um 20:33 Uhr |
|
Die ehemals bedeutendste deutsche Stadt Böhmens liegt, von der Görlitzer (Lausitzer) Neiße durchflossen, am Fuße des 1012 Meter hohen Jeschken. Als „Reychinberg" findet sie erste urkundliche Erwähnung. Besitzer waren die Freiherrn von Biberstein, ihnen folgte 1552 das Geschlecht der Hohenzollern, 1558 dann die Freiherrn von Redern. Unter diesen erreichte Reichenberg, das seit Ende des 16. Jh. Stadt war, eine hohe Blüte. Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 erfolgte die Ächtung derer von Redern; 1622 kam die Stadt durch Kauf an Wallenstein. Dieser förderte die Tuchindustrie und ließ Uniformen für sein Heer anfertigen. Der große Feldherr und Wirtschaftsmann verlor sein Herzogtum Friedland, zu dem Reichenberg gehört hatte, 1634, als er in Eger ermordet wurde. Reichenberg, im 30jährigen Krieg evangelisch, wurde bis 1658 wieder zum alten Glauben zurückgeführt. Viele Tuchmacher aber zogen der Bekehrung die Auswanderung vor. 1634 ging die Herrschaft an die Grafen Gallas über, 1757 an Clam-Gallas. Gleichzeitig wurde das Untertänigkeitsverhältnis aufgehoben. Im 18. Jh. beginnt ein neuer Aufschwung, der Reichenberg schließlich zur nordböhmischen Metropole machte. Als 1849 das provisorische Gemeindegesetz erlassen wurde, erhielt die Stadt eine eigene Gemeindeordnung. 1882 gab es
Manfred Strauß |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. November 2009 um 20:15 Uhr |